USA - Der Südwesten
Dieser Nationalpark ist in Europa ebenfalls sehr bekannt und gilt als einer der schönsten der USA. Charakteristisch sind die unzähligen Steinsäulen, die sog.
Hoodoos. Vor allem morgens und abends, wenn die Sonne tief am Himmel steht, ergeben die faszinierende Licht- und Schattenspiele.
Bryce Canyon National Park
|
Rainbow Point: Auf rund 2500 m Höhe über NN befindet sich die etwa 30 km lange Verwitterungszone des Bryce Canyon-Nationalparks
am Rande des Paunsaugunt Plateaus. Das nebenstehende Bild wurde am höchsten Punkt, dem Rainbow-Point, in 2775 Meter
über NN am südlichen Ende des Nationalparks aufgenommen. Diesen Punkt erreicht man zwar vor Ort zuletzt, hat hier aber den
besten Überblick über den Plateaurand.
|
|
|
Natural Bridge: Das Bild zeigt eine der zahlreichen natürlichen Brücken, wobei die hier gezeigte Brücke die größte im Bryce Canyon ist.
Sie befindet sich ebenfalls, wie der Rainbow Point, im südlichen Teil des Parks. Blickt man unter der Brücke hindurch, so
sieht man einen Teil des Dixie National Forest, der das Tal unterhalb des Plateaurands bedeckt.
|
|
Hoodoos: Die Hoodoos, so werden die mehr oder minder großen Steinsäulen genannt, sind im Bryce Canyon enorm zahlreich und das
Charakteristikum des Nationalparks. Verantowrtlich für die Bildung der Hoodoos sind ständig ablaufende, verschiedenartige
Erosionsprozesse. So erodiert vor allem das Wasser den weichen Kalkstein an vielen Stellen sowohl auf mechanische und als auch auf chemische Weise.
|
|
|
Hoodoos (Fortsetzung): Fließt das Wasser dabei rasch genug, dann führt es kleine Kalkstein-Bruchstückchen am Grundfelsen
entlang, die dadurch einen sehr wirksamen Material-Abrieb bedingen. Ruhig fließendes oder gar stehendes Wasser hingegen
dringt nach längerer Zeit durch die feinen Poren tief in den Fels ein und sorgt so von innen her für eine chemische
Verwitterung. Diese chemische Verwitterung macht den Felsen zunehmend porös.
|
|
Hoodoos (Fortsetzung): Durch die zunehmende Porösität kann dann die mechanische Verwitterung in Form des fließenden Wassers, aber
auch des in der großen Höhenlage häufig stürmischen Windes, wieder umso effektiver zur Wirkung kommen. Es kommt zur Ablösung
vieler kleiner, rundlicher Bruchstückchen, die sich am Fuß der Hoodos zu Granulatfächern ansammeln. Das nebenstehende Bild
zeigt dies beispielhaft.
|
|
|
Hoodoos (Fortsetzung): Eine weitere wichtige Voraussetzung für die Bildung der Hoodoos ist, dass das Plateau aus unterschiedlichen
Gesteinsschichten besteht, die nicht alle gleich rasch verwittern. Insbesondere sorgt eine oben aufliegende verwitterungsresitentere
Schicht für einen effektiven Schutz der darunterliegenden, weichen Kalksteinschichten schützt. Auf dem Bild ist dies sehr gut zu erkennen.
|
|
Sonnenaufgang am Bryce Canyon: Die Kalsteinschichten enthalten unterschiedliche hohe Anteile an Eisen- und Manganoxiden. Das Gestein
wird dadurch, je nach Gehalt dieser Stoffe, ungleichmäßig gelblich-rötlich gefärbt. Vor allem morgens und abends, wenn die Sonne
tief am Himmel steht, leuchten die Hoodoos dadurch in intensiven rötlichen und gelblichen Farbtönen.
|
|
|
Sonnenaufgang am Bryce Canyon: Wie dieses Bild zeigt, lassen sich auf dem Coloradoplateau zu Teil
herrliche Sonnenauf- und untergänge beobachten. Wenn die Luft leicht dunstig ist, werden die sich zwischen den Gebirgszügen
aufteilenden Sonnenstrahlen gut sichtbar.
|
|
Sunrise Point: Dieses Bild zeigt das bereits erwähnte Farbenspiel der Hoodoos bei tiefstehender Sonne. Es ist offenbar
wirklich lohnend, den Park entweder in den Morgen- oder den Abendstunden zu besuchen,
da man ansonsten die besten Szenerien verpasst. Häufig wird behauptet, der Bryce Canyon sei der schönste Nationalpark
im Südwesten der USA. Ich kann dies nicht bestätigen - es gibt aus meiner Sicht einige vergleichbare
Verwitterungszonen, die aber meist nicht flächenmäßig so ausgedehnt sind.
|
|
Gehe zum Anfang der Seite
|