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virtuelle Temperatur

Die virtuelle Temepratur ist diejenige höhere Temperatur, die trockene Luft haben müsste, um dieselbe geringere Dichte zu haben wie feuchte Luft bei gleichem Druck. Es handelt sich also um ein fiktives Temperaturmaß, das dem Umstand Rechnung trägt, dass der in Luft enthaltene Wasserdampf eine geringere Dichte hat als trockene Luft (0% relative Feuchte!). Da der Wasserdampf die trockene Luft bei gleichem Druck nur ersetzt, ist das Gemisch aus trockener Luft und Wasserdampf etwas weniger dicht. Soll das Gemisch (zumindestens im Gedanken, also virtuell) die gleiche geringere Dichte annehmen, dann muesste man es etwas erwärmen.

Die virtuelle Temperatur ist im Rahmen der theoretischen Meteorologie von Bedeutung, da sie die in der Luft enthaltene Feuchte quasi schon mit berücksichtigt.

Sie wird in erster Näherung berechnet gemäß der Beziehung:

T(virtuell) = T (gemessen) * [ 1 + 0.64 * q ]

wobie q die spezifische Feuchte ist. Die spezifische feuchte ist ein Feuchtemaß. Sie ist die Menge Wasserdampf pro Kilogramm feuchter Luft, wird also formal in der Einheit g/kg angegeben.


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