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Rauheis
Rauheis bildet sich besonders rasch bei Temperaturen zwischen minus 2 und etwa minus 10 Grad und der
gleichzeitigen Existenz von Nebel. Die feinen, unterkühlten Nebeltröpfchen frieren dabei rasch an Gegenständen an
und bilden allmählich unter Einschluss von winzigen Luftbläschen eine poröse, aber fest anhaftende, weiße Eisablagerung.
Beim Wachstum vom Rauheis spielt auch Sublimation, also das direkte Anlagern von Eiskristallen aus der
Dampfphase, eine Rolle. Wichtig sind aber vor allem die Nebeltröpfchen - je mehr davon in der Luft vorhanden
sind, desto schneller wächst das Rauheis.
Besonders bizarre Rauhreisablagerungen können sich ergeben, wenn diese unter dem Einfluss von Wind entstehen. Typisch ist
hierbei, dass die Rauheisablagerungen der vorherrschenden Windrichtung entgegen wachsen. Unter günstigen Bedingungen
können sich so mächtige Rauheisablagerungen bilden, dass die davon betroffenen Gegenstände (zB Strommasten, Hochspannungsleitungen,...)
unter der wachsenden Eislast zusammenbrechen oder zumindest beschädigt werden. Auch die Vegetation kann unter zu
großen Rauheisablagerungen sehr leiden.

Mächtiges Rauheis an einem wegweisenden Schild auf dem Brocken im Oberharz.

Rauheisablagerungen am Fernsehturm auf dem Brocken im Harz.
Fotos © Björn Beyer
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