Von Nebel spricht man in der Meteorologie, wenn die Sichtweite durch das Vorhandensein sehr feiner
Wassertröpfchen in der Luft auf unter 1 Kilometer absinkt.
Nebel entsteht, wenn mehr Wasserdampf in die Luft eingetragen wird, als diese aufnehmen kann. Dabei ist die maximale Menge an dampfförmigen
(und damit nicht sichtbaren!) Wasserdampf in der Luft stark von ihrer Temperatur abhängig.
Ist bei einer gegebenen Temperatur mehr Wasser in der Luft vorhanden, als diese maximal aufnehmen kann, so kondensiert das überschüssige Wasser zu
feinen Wolken- bzw. in Bodennähe zu Nebeltröpfchen aus. Wenn sehr viel auskondensiert, können sich durch Koagulation auch feine
Regentröpfchen bilden und der Nebel beginnt zu nässen.
Im wesentlichen untrscheidet man 4 Mechanismen, durch die es an einem Ort zur Nebelbildung kommen kann:
Fortwährende Abkühlung der Luft durch nächtliche Ausstrahlung bis zum Taupunkt. Man spricht dann von Strahlungsnebel.
Zunahme der relativen Luftfeuchte bis zum Taupunkt durch Verdunstungsprozesse (zB vom Untergrund oder aber auch durch fallenden Niederschlag).
Durch Vermischung jeweils ungesättigter feuchtwarmer und feuchtkalter Luft. Dies kann deshalb zur Nebelbildung führen, weil
die die maximale Wasserdampfmenge, die Luft aufnehmen kann, nichtlinear von ihrer Temperatur abhängt. Hier spricht man vom Mischungsnebel.
Durch Kühlung einer feuchten, ungesättigten Luftschicht vom Untergrund (zB im Winter, wenn noch Schnee liegt, der die bodennahe
Luft unter den Taupunkt abkühlen kann). Dies wird als Advektionsnebel bezeichnet.