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innertropische Konvergenz
Die innertropische Konvergenzzone ist der äquatornahe Bereich, in
dem die durch ihren langen Weg über die Ozeane stark mit Feuchtigkeit angereicherten Nordostpassate der Nordhalbkugel
und die Südostpassate der
Südhalbkugel konvergieren.
Durch dieses Zusammenströmen wird die Luft im Bereich der
Konvergenzzone gehoben. Es bilden sich aufgrund der hohen Luftfeuchte in Verbindung mit
den ebenfalls sehr hohen Temperaturen hochreichende Cumulonimben. So kommt es tagtäglich entlang der
innertropischen Konvergenzzone (ITC = innertropical convergence zone)
zu kräftigen Regenschauern und Gewittern. Die Lage der ITC ist jahreszeitenabhängig.
Sie wandert im wesentlichen synchron mit dem lokalen Zenit der Sonne zwischen
20°N und 20°S, allerdings
gibt es aufgrund der gebietsweise kräftigen Monsunzirkulationen (z.B. über Indien)
auch Abweichungen davon. Die tatsächliche jeweilige Lage
der innertropischen Konvergenzzone bestimmt den meteorologischen Äquator.
Bemerkung: Das einfache Bild der zusammenströmenden Passate erklärt
nicht die Tatsache, daß das Aufsteigen vornehmlich in bestimmten Gebieten, sog.
mesoskaligen Konvektionskomplexen, auftritt. Dazwischen gibt es große Zonen
mit nur schwacher Konvektion. Die Erklärung hierfür wird in der
theoretischen Tropenmeteorologie geliefert und kann hier im Rahmen dieses
Lexikons nicht erfolgen.
Riesige Cumuluswolken in der innertropischen Konvergenzzone (hier über Westafrika)
Foto: Dipl. Met. Björn Beyer
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