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Donner
Der Donner ist die Folge der explosiven Ausdehnung der Luft infolge
der extremen Temperaturanstiege im Blitzkanal auf bis zu 30000 K in wenigen Mikrosekunden.
Die Tatsache, daß in der Luft Schallwellen bzw. Kompressionswellen
überhaupt erzeugt werden können, liegt ganz einfach an der hohen Kompressibilität
der Luft (im Gegensatz zu Wasser).
In inkompressiblen Medien könnte sich ein Donner nicht ausbreiten.
(Randbemerkung: Da in numerischen Wetter- und Klimamodellen Schallwellen durch Inkompressibilitätsannahmen
gefiltert werden, gibt es dort auch keinen Donner. Dies ist allerdings auch erwünscht, da man nicht an
Schallwellen als Lösungen der Navier-Stokes-Gleichungen interessiert ist.)
Die Beobachtung, das der Donner in weiterer Entfernung vom Blitz ein
auffälliges Rollen zeigt, resultiert aus den unterschiedlichen Laufzeiten der
Schallwellen von den einzelnen Punkten im Blitzkanal hin zum Beobachter und aus
Reflexionserscheinungen (Echos) an Gegenständen, Wolken und/oder Inversionen.
Unter normalen atmosphärischen Bedingungen breitet sich der Schall in der
Erdatmosphäre mit etwa 340 Meter pro Sekunde aus, so daß man aus der Zeit, die
zwischen dem Auftreten des Blitzes und dem Donner vergeht, leicht auf die Entfernung
des Blitzes schließen kann.
Gewitter über dem Bergischen Land
Foto: Dipl. Met. Björn Beyer
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